Unterstützung für Quakenbrück-Neustadt: Land stellt weitere Stelle für Schulsozialarbeit!

Quakenbrück. Für den Stadtteil Neustadt gibt es weitere gute Nachrichten aus Hannover. Wie die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wahlmann berichtet, stellt die rot-grüne Landesregierung landesweit 20 weitere neue Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte zur Verfügung, auch der Stadtteil Neustadt wird dabei bedacht.

Matthias Wübbel zu Besuch im Landtag.

Wahlmann erläutert zur jetzigen Landesinitiative: „Die Initiative für schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten startet im kommenden Schuljahr und hat zum Ziel, Schulen und Kommunen gezielt dort zu unterstützen, wo dies auch dringend notwendig ist.“ Die Abgeordnete führt aus: „Die Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen werden besonders in der Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie der kommunalen Jugendhilfe oder Beratungsstellen unterstützen. Auch in den Bereichen der Konfliktprävention, Schulverweigerung sowie Integration können die Schulen durch die zusätzlichen Fachkräfte entsprechend entlastet und unterstützt werden.“

SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel betont in einem gemeinsamen Gespräch: „Die Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulleitungen an Schulen mit vielen Kindern, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, leisten sehr wertvolle Arbeit. Mit der zusätzlichen sozialpädagogischen Unterstützung zeigt das Land, dass es dieses Engagement wertschätzt und die Schulen bei dieser herausfordernden Arbeit nicht allein lässt.“

Besonders freue ihn die Unterstützung für Quakenbrück-Neustadt: „Der Stadtteil Neustadt ist ein multikultureller Stadtteil. Seit 2003 nimmt die Gemeinde am Förderprogramm „Soziale Stadt“ teil und leistet viel, um die Bürgerinnen und Bürger der verschiedensten Nationen hier zusammenzuführen und zu integrieren. Dazu gehören vielfältige Sanierungs- und Baumaßnahmen sowie ein immenses Angebot an Kursen, Veranstaltungen und Fortbildungsmöglichkeiten. In diesem Jahr fließen seitens der rot-grünen Landesregierung und des Bundes im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ weitere 300.000 Euro in den Stadtteil, dafür sind wir sehr dankbar!“

Wübbel führt aus, dass neben diesen Förderungen besonders die Unterstützung in den Schulen wichtig und sehr willkommen sei: „Es ist gut, wenn wir im Rahmen der Integration und Zusammenführung bereits in den Schulen, also bei unseren Kindern und Jugendlichen, weitere Unterstützung erhalten.“ Die Herausforderungen für soziale Brennpunkte in Schulen lägen in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung.

 Hintergrund:

Zur Auswahl der Kommunen und Schulen im Sinne „sozialer Brennpunkte“ hat das Niedersächsische Kultusministerium sowohl auf statistische Angaben, schulfachliche Bewertungen durch die Landesschulbehörde als auch auf Erkenntnisse der Akteure vor Ort zurückgegriffen. Es wurde sich mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem Niedersächsischen Sozial- und dem Innenministerium besprochen und Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, die Anzahl der Bewohner eines Quartiers mit Migrationshintergrund, Transferleistungsempfänger und Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren berücksichtigt. Zudem war ein Kriterium die Beteiligung am Programm „Soziale Stadt“. Neben Quakenbrück-Neustadt werden landesweit 10 Städte (bzw. Stadtteile) mit insgesamt 20 neuen Stellen für Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen unterstützt. Die genaue Zuweisung der Stellen oder Stellenanteile für die einzelnen Schulen befindet sich noch in der Klärung mit den betroffenen Kommunen und Schulen. Ziel ist, dass die Schulen eines jeweiligen Stadtteiles insgesamt unterstützt werden können.

Das Land hat im letzten Schuljahr die soziale Arbeit in schulischer Verantwortung mit 600 zusätzlichen Stellen an allgemein bildenden Schulen deutlich ausgebaut. Insgesamt beschäftigt das Land damit aktuell rund 875 sozialpädagogische Fachkräfte an öffentlichen Schulen.